Elena Rose|26. Oktober 2021|5 Minutes

Die Pandemie hat es noch einmal verdeutlicht:  Klassische Stellen mit festen Tätigkeitsbereichen stehen Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und schnellen Reaktionen im Weg. In einer Arbeitswelt, die ohnehin vom ständigen Wandel geprägt ist, sind an Personen gekoppelte Stellen nicht mehr effizient. New Work braucht Rollen statt Stellen!

In den meisten deutschen Unternehmen herrscht immer noch das traditionelle Schema: Aufgaben sind fest mit einer Stelle und somit mit einer Person gekoppelt. Die jeweilige Stellenbeschreibung definiert den Tätigkeitsbereich  – der/die Stelleninhaber*in hat die Pflicht, diese Aufgaben zu erfüllen. So wird auf dem klassischen Weg eine Stellenbeschreibung ausgeschrieben, die Bewerber*innen werden durch einen vorgegebenen Prozess ausgewählt und eingestellt. Eventuell werden sie sogar wieder entlassen, falls das ausgeschriebene Tätigkeitsfeld nicht mehr benötigt wird.

Mitarbeiter besitzen jedoch nicht nur Fähigkeiten, die bei Ausübung der zugeteilten Tätigkeit Verwendung finden. Alle Kompetenzen, die über die Stelle hinausgehen, gehen den Unternehmen wohl oder übel verloren. So entgeht wertvolles Wissen. Andersherum müssen Stellenanwerter*innen die Fähigkeiten, die im Stellenprofil verlangt werden erst erlernen, bevor sie die Tätigkeit antreten dürfen.

Im klassischen Sinne wird so der Mensch an eine Stelle angepasst – nicht die Stelle dem Menschen.

Wer dem nicht standhalten kann, wird entweder gekündigt oder verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Potentiale werden nicht entfaltet, sondern durch eng eingegrenzte Stellen unterdrückt.

Eng definierte Stellen blockieren Potentialentfaltung

Eine Stelle definiert, wofür wir zuständig und verantwortlich sind. Das hat meist drei verschiedene Folgen:

  • “mischen Sie sich nicht ein, das ist nicht Ihre Aufgabe!”

heißt es, wenn man sich um etwas kümmert, das nicht in den Zuständigkeitsbereich fällt.

  • „das ist nicht meine Aufgabe!“

heißt es, wenn man etwas übernehmen soll, das nicht den üblichen Tätigkeiten entspricht.

  • „das ist mein/e Mitarbeiter*in!“

heißt es, wenn eine Person einer bestimmten Abteilung für ein anderes Projekt eingesetzt werden soll.

Flexibilität Fehlanzeige!

Rollenkonzepte für mehr Flexibilität

Heutzutage werden in vielen Unternehmen deshalb bereits Rollen statt Stellen vergeben. Anders als bei statischen Stellen , sind Rollen nicht an eine Person geknüpft. Rolle und Mitarbeiter*in existieren getrennt voneinander. Aufgaben können kurzfristig entstehen. Je nach Aufgabenverteilung schlüpfen Personen somit in neue dynamische Rollen, die je nach Bedarf auch genauso schnell wieder abgeschafft werden können. So kann flexibel und passgenau auf Veränderungen reagiert werden und jeder bringt sich gleichermaßen, entsprechend seiner Fähigkeiten ein.

Rollen sind anpassungsfähig – sie können je nach Komplexität auch von mehreren Personen ausgeübt werden. Ebenso kann eine Person auch mehrere kleine Teilrollen einnehmen oder eine Rolle wird nur für eine bestimmte Zeit besetzt. So wird dafür gesorgt, dass die eine Person nicht zu viel und die andere nicht zu wenig arbeitet. Stress und hohe Arbeitsauslastung können somit viel besser aufgefangen werden, ohne sofort neue Arbeitskräfte einstellen zu müssen.

Rollenverteilung – so geht‘s richtig

Die optimale Passung von Rolle und Person wird am besten so ermittelt:

  • “wer will das machen?”

sollte es von Seiten des Unternehmens heißen.

Auf diese Weise werden sich entweder Personen freiwillig melden, oder sie werden vom Team für die bestimmte Rolle vorgeschlagen. In beiden Fällen liegt die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Person die dafür nötige Kompetenz hat.

Am zielführendsten ist es, wenn die jeweilige Person ihre Funktion dann selbst beschreibt. Durch die damit verbundene Selbstreflexion wird der Sinn der eigenen Arbeit im Gesamtkontext klarer und die Verbindlichkeit steigt. Auch Engagement, Motivation und Leistungsfähigkeit werden dadurch verstärkt. Als Rolleninhaber*in sollte man sich deshalb fragen:

  • was sind meine Aufgaben und wie trage ich konkret zum Unternehmenserfolg bei?
  • mit welchen Abteilungen sollte ich zusammenarbeiten, um die Aufgaben bestmöglich zu meistern und damit die Kunden zufriedenzustellen?
  • was muss ich dazu meinen Kolleg*innen liefern und was brauche ich von meinen Kolleg*innen?
  • was beeinträchtigt meine Arbeit und wie kann ich darauf reagieren?
  • was kann ich lernen und wie kann ich mich stetig verbessern?

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